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 20.04.2011  12:42 Uhr

Musik
Hörenswerte Platten, April-Ausgabe

April 2011. Kurz, kompakt und übersichtlich findet Ihr an dieser Stelle unsere Meinung zu den Veröffentlichungen, die wir in unserer Print-Ausgabe für den April 2011 untergebracht haben. Neben zwei wiedererstarkten Rock-Acts haben wir auch für Elektro-Jünger etwas im Angebot...und eine Platte, die dem Titel dieses Beitrags nur sehr bedingt entspricht.

Sum 41 - Screaming Bloody Murder, Copyright:
Sum 41 - Screaming Bloody Murder

Sum 41 – Screaming Bloody Murder
Island Records

Sum 41 gehörten für viele Mittzwanziger zum Soundtrack der vielleicht besten Jahre – sommerliche Abende mit Getränken und laut aufgedrehtem „Fat Lip“ bleiben unvergessen. An den kommerziellen Erfolg dieser Phase konnten die vier sympathischen Kanadier danach nicht mehr so ganz anknüpfen, auf drei weiteren Alben wurde jedoch trotzdem amtlich weitergerockt. Zumindest das ändert sich auch mit „Screaming Bloody Murder“ nicht, der ersten Platte seit vier Jahren!

Man höre sich nur stellvertretend einmal den Titeltrack an, der die unfehlbaren Zutaten Härte, Eingängigkeit und gutes Solo wie selbstverständlich miteinander verbindet. Es klingt wirklich immer furchtbar abgenutzt, einer bisher recht jugendlich wirkenden Band zuzusprechen, dass sie erwachsen geworden sind…trotzdem haben Sum 41 genau diesen Schritt definitiv vollzogen. Und klingen gut dabei! (MG)

VA - Forward to the Past, Copyright:
VA - Forward to the Past


Diverse - Forward to the Past
Poker Flat Records

Mit „Jack is Back” von Steve Bug ist die erste Singleauskopplung des neuen Longplayers aus dem Hause Poker Flat bereits erschienen. Jetzt kommt die geballte Ladung Chicago House, Acid Tunes und Sound der früheren Detroit Technozeit auf Albumlänge daher! Redshape, Kink, Martin Landsky, Sasse, Clé oder der schon erwähnte Oberkäfer Steve Bug himself haben sich genau dieser Stilrichtung gewidmet und jackige Songs zum Besten gegeben.

Auf der „Forward to the Past“ knallt es gewaltig im Karton und der Dancefloor wird ein beliebter Gastgeber für diese Lieder sein, da bin ich mir ziemlich sicher! Das Label aus Hamburg erfreut mich immer wieder aufs Neue, wenn ich die Compilations in den Händen halte und mit großer Spannung in den Player schiebe. Poker Flat, ich will ein Kind von Dir! (NK)

Panic! at the Disco - Vices & Virtues, Copyright:
Panic! at the Disco - Vices& Virtues


Panic! at the Disco – Vices & Virtues
Decaydance / Fueled by Ramen

Bei den Jungs aus Las Vegas hat sich einiges getan: Aus dem Quartett ist nach dem Ausstieg zweier Mitglieder ein Duo geworden, das sich aus Goldkehlchen und Multiinstrumentalist Brendon Urie sowie Schlagzeuger Spencer Smith zusammensetzt. Musikalische Differenzen nach dem letzten Album „Pretty. Odd“ haben zur Trennung geführt – mit der neuen Scheibe „Vices & Virtues“ erklärt sich, warum.

Das Material ist definitiv viel eher mit den schmissigen Songs des Debüts zu vergleichen als mit den verträumten, vermeintlich reiferen Nummern des Zweitwerks. Zwar finden sich Einflüsse beider Platten genauso wieder wie ein paar neue Experimente, der Fokus liegt aber wieder auf liebenswerten, schmissigen Songs zwischen Rock und extravagantem Pop mit teils sehr gelungenen Hooks. Auch die „halben“ Panic! at the Disco machen also eine gute Figur!

Die Atzen - Party Chaos, Copyright:
Die Atzen - Party Chaos


Die Atzen – Party Chaos
Kontor

Nach den zwei „Atzenmusik“-Compilations liegt in Form von „Party Chaos“ nun also das Debütalbum von Die Atzen vor. Frauenarzt und Manny Marc haben zumindest rein quantitativ keine Mühe gescheut: Die Limited Edition etwa enthält neben der normalen, 17 Tracks starken Scheibe auch gleich noch die Bonus-Disc „Teufelswerk“, die diverse Hits der Jungs in Rock-Versionen präsentiert.

Den Aufwand in allen Ehren, doch leider ist das eigentliche Album schlicht nicht besonders gut: Die Single „Strobo Pop“ mit Cougar-Ikone Nena samt dazugehörigem Video mag zunächst einmal vielversprechend sein, ansonsten ist allerdings viel zu viel Füllmaterial enthalten. Ordentlich aufgedreht und angetrunken kann man zu dem ein oder anderen Song natürlich feiern, unterm Strich werden hier aber zu wenig Höhepunkte geboten. (MG)


 

(Redaktion)

  • Tags:
  • Sum 41
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  • Panic at the Disco
  • Die Atzen

 

 

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