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Revival-Fieber: Need for Speed und NBA Jam
Xbox 360, Playstation 3. Nicht nur die Traumfabrik in Hollywood findet Gefallen an der Geschäftsidee, alte Klassiker in ein zeitgemäßeres Gewand zu hüllen und sie so einem neuen Publikum bekannt zu machen. Electronic Arts hat bereits im November zwei beliebte Titel aus vergangenen Tagen für die aktuelle Konsolengeneration fit gemacht: „Need for Speed – Hot Pursuit“ sorgte erstmals 1998 für rasante Verfolgungsjagden, während „NBA Jam“ seinen Spielhallen-Einstand bereits 1993 gefeiert hat. Wie präsentieren sich die neuen Ableger im Hier und Jetzt?
Need for Speed - Hot Pursuit
Das neue „Need for Speed“ wurde von Criterion entwickelt, die ihre Fähigkeiten im Racing-Genre bereits mit den „Burnout“-Titeln unter Beweis stellen konnten. Geneigte Raser verschlägt es an den fiktiven Ort Seacrest County, der an die kalifornische Küste angelehnt ist und Strecken im Wald, auf Bergen, in Wüstenregionen oder am Strand bietet. Das sorgt nicht nur für die nötige Abwechselung, sondern auch für ein visuelles Erlebnis, das einen Startplatz in der ersten Reihe für sich beanspruchen kann.
Sowohl die Umgebungsgrafik als auch die Darstellung der zahlreichen Marken-Boliden verschiedener Klassen kann überzeugen und muss den Vergleich mit anderen Top-Titeln wie „Gran Turismo 5“ nicht scheuen.
Boliden können in normalen Rennen, auf Zeit oder einfach frei durch die offene Spielwelt gelenkt werden, das Herzstück ist aber der namensgebende „Hot Pursuit“-Modus: Wie im Oldie von ’98 gibt es hier wilde Verfolgungsjagden zwischen Temposündern und den Cops.
Spieler können sich auf beide Seiten schlagen und in voneinander unabhängigen Karriere-Modi Kopfgeld sammeln, mit dem sich neue Wagen und Strecken freischalten lassen. Hilfsmittel wie Störsender, Nagelbänder, Straßensperren, Nitro-Boost oder Polizeihelikopter gewährleisten spannende Hetzjagden mit spektakulären Unfällen, ohne dass das ganze ein nerviges Ausmaß à la „Blur“ annimmt.
Ebenfalls stark: Neben den üblichen Online-Matches gibt es den sogenannten Autolog, der eine kleine Community darstellt und Euch zum Beispiel Bestzeiten Eurer Freunde anzeigt, die es dann zu schlagen gilt. Wer mit dem Hyperrealismus der Sony-Referenz nicht viel anfangen kann und einfach Spaß an actiongeladener Raserei sucht, kann mit „Hot Pursuit“ kaum etwas falsch machen!
NBA Jam
Für Realismus ist „NBA Jam“ selbstverständlich ebenso wenig bekannt. Auch hier ist die Simulationssparte mit „NBA 2K11“ schon mustergültig besetzt, eine unbeschwerte Basketball-Alternative für zwischendurch kommt also genau richtig.
Am grundsätzlichen Spielprinzip hat sich zum Glück wenig getan: Zweier-Teams treten auf dem Court gegeneinander an, schenken sich gegenseitig aberwitzige Dunks ein, geraten „on Fire“ und veranlassen Tim Kitzrow, die legendäre Originalstimme der Serie, zu frenetischem „Boomshakala“-Gebrüll. Und vielen anderen Sprüchen! Diese wiederholen sich mit der Zeit zwar recht häufig, tragen aber zum wunderbar nostalgischen Spielgefühl bei und dürfen keineswegs fehlen.
Das alles ist im Grunde simpel und könnte trotz aktueller Teams, Online-Modus und lustiger Gastauftritte (beispielsweise US-Politiker wie Obama, Clinton, Gore, Bush, Palin, Cheney oder aber die Beastie Boys) auf Dauer langweilig werden.
So trifft es sich gut, dass die „Remix-Modes“ diverse unterhaltsame Spielvarianten offerieren. Mal gilt es, den Korb des Gegners möglichst schnell zu zerstören, während sich „Domination“ darum dreht, bestimmte Wurfpunkte auf dem Feld zu kontrollieren. Aberwitzig geht es unterdessen im Spiel mit Power-Ups zu, die Spieler übermäßig schnell machen oder sogar schrumpfen. Besonders mit drei menschlichen Mitspielern und ein paar Getränken kann der Abend hier schnell verstreichen!
(MG)
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