Angezockt
Die Rückkehr: Max Payne 3
Xbox 360, PS 3, PC. Volle elf Jahre ist es mittlerweile her, dass Spieler erstmals mit der Leidensgeschichte des Max Payne konfrontiert worden sind: Der Polizist hat seine Familie im Rahmen einer Drogenverschwörung verloren und seine Pechsträhne im 2003 erschienenen Nachfolger nahtlos fortgeführt. Nach neunjähriger Pause schickt Rockstar Games („Grand Theft Auto“) den geschundenen Haudegen endlich wieder ins Verderben...
Max ist sichtlich gealtert, hat seinen Job an den Nagel gehängt und beschäftigt sich meistens mit Scotch, Tabletten und Selbstmitleid. Als eine Bar-Streiterei mit dem Tod einer Unterweltgröße endet, muss er New York endgültig verlassen und begibt sich als Bodyguard einer reichen Familie nach Sao Paulo. Er verabscheut den Lebensstil seiner Klienten, versteht weder Kultur noch Sprache und hat unentwegt mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Als die Frau seines Bosses direkt aus der Disco entführt wird, hängt Max gerade am Brett – und natürlich ist die ganze Sache nicht so simpel, wie sie im ersten Moment aussieht.
Viele Fans der Serie haben den Locationwechsel ins sonnige Brasilien skeptisch
beäugt, lebten die alten Spiele doch von ihrer tristen Noir-Atmosphäre.
Tatsächlich ist Max trotz tropischer Temperaturen jedoch melancholischer und
zynischer denn je, während er sich durch Nachtclubs, noble Bürokomplexe oder die
Favelas kämpft.
Mit Vorlieb tut er das in Bullet Time: Der Zeitlupeneffekt
sorgt im Zusammenspiel mit den sehr detaillierten, zerstörbaren Umgebungen
schlichtweg für die filmreifsten Feuergefechte, die sich Zockerfreunde auf
einer Konsole liefern können. Übrigens auch gegeneinander, schließlich wurde
„Max Payne 3“ neben einer nahezu tadellosen Kampagne auch ein überraschend
guter Multiplayermodus spendiert!
(Redaktion)
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