Angezockt
Arkham City
Xbox 360, PS3, PC. Lizenzspiele sind oft Mist, gelegentlich gut und selten ausgezeichnet. Ein Vertreter der letzten Kategorie war „Arkham Asylum“ aus dem Jahre 2009, das Konsolen- und PC-Zocker so packend wie nie zuvor in das Kostüm des Dunklen Ritters gehüllt hat. Schnell hat man sich gefragt, was Entwickler Rocksteady wohl anstellen würde, wenn das Geschehen nicht auf die berüchtigte Anstalt beschränkt wäre. Dank „Arkham City“ wissen wir nun mehr.
Etwa ein halbes Jahr nach den Geschehnissen des Vorgängers hat der undurchsichtige Hugo Strange nicht nur das große Geheimnis von Bruce Wayne gelüftet, sondern auch die Kontrolle über Arkham City inne – einen Stadtteil von Gotham, der als Gefängnis fungiert. Neben zahllosen, gewaltbereiten Handlagern versammelt sich die nahezu gesamte Prominenz des Bat-Universums in den dunklen Gassen. Man darf sich dementsprechend auf Konfrontationen mit dem Joker, Two Face, Mr. Freeze, Deadshot, Bane und vielen weiteren einstellen!
Neben dem beachtlichen Umfang des Spiels überzeugt besonders die
Extraportion Nerdliebe, die der Adaption des Quellmaterials zuteil wird.
Realistische Elemente der Nolan-Filme verschwimmen mit abgedrehteren
Inkarnationen bekannter Charaktere, ohne dass sich hier irgendetwas beißen würde.
Die Sprecher, allen voran Mark „Luke Skywalker“ Hamill als Joker, liefern eine
erstklassige Leistung ab und gewährleisten eine dichte Atmosphäre, die durch
das stimmige Gesamtdesign, die tolle Grafik und das süchtigmachende
Freeflow-Kampfsystem noch verstärkt wird. Man fühlt sich wirklich wie Batman –
ein größeres Kompliment kann man diesem Spiel vermutlich nicht machen.
(MG)
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