Angezockt
Gesellschafts(kriegs)spiele: Battlefield 3
Xbox 360, PS3, PC. Was im Vorfeld der Veröffentlichung von „Battlefield 3“ in der Zockergemeinde abging, kennt man sonst eigentlich nur von religiösen Fanatikern: Während die einen die Rückkehr des Heilands in Form des von DICE entwickelten Militärshooters herbeisehnten, wollten die anderen um jeden Preis dem „Call of Duty“ treu bleiben. Während sich die Fraktionen online die Köpfe einschlagen, haben beide Titel zig Millionen abgesetzt – doch bietet „Battlefield 3“ tatsächlich die erhoffte Offenbarung?
Ganz klare Sache: Jein. Gehen wir das offensichtliche zuerst an: Das Spiel sieht über weite Strecken beeindruckend aus. Natürlich, liebe PC-Gemeinde, bei euch ist alles noch ein gutes Stück schöner und schärfer, doch auch Konsolenkriegern wird ein audiovisuelles Spektakel geboten, das sich genreübergreifend nicht verstecken muss.
Bezogen auf die kurze Singleplayer-Kampagne ist das recht hilfreich, da diese ansonsten gefährlich vertraut wirkt. Bei der Erzählweise der nicht sonderlich spannenden Story hat man sich ungeniert bei „Black Ops“ bedient, während die Missionen selbst wenig bieten, das Veteranen überraschen kann.
Obwohl es schade ist, dass die Kampagne nicht mit der technischen Brillanz mithalten kann, ist das unterm Strich irgendwie egal. Wir sind ohnehin alle wegen dem Multiplayer hier, oder? Dieser ist, kleine Mankos mal ausgeklammert, über nahezu jeden Zweifel erhaben und wird Spieler auf dem ganzen Erdball über Monate in Gefechte zu Land und Luft verstricken.
Verschiedene Modi und große Karten mit diversen Vehikeln bieten einen Gegenentwurf zum hektischen „Call of Duty“-Treiben und legen deutlich mehr Wert auf teamdienliches Verhalten. Du zockst nur offline? Leihen. Du zockst online? Definitiv kaufen!
(MG)
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